Das schlechteste Buch der Welt

Habe gerade auf Facebook einen Artikel über das schlechteste Buch der Welt gelesen:

Dieser führt dann zu Klopfers Weblog: Link zu Klopfers Weblog

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Ausschnitt aus dem Weblog von Klopfer:

Die Abenteuer des Stefón Rudel

Teil 1 – Teil 2Teil 3Teil 4Teil 5

Cover

Ich neige selten zu Superlativen, es sei denn, ich beschreibe mich selbst oder meine sexuellen Leistungen, weil ich selbst dann noch an der Grenze zur Bescheidenheit stehe. Selbst wenn ich etwas extrem negativ bewerte, braucht es schon eine gehörige Portion Grässlichkeit, bevor ich es als schlimmstes Produkt seiner Klasse in diesem Jahr bezeichne. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich in meinem Leben weit über tausend Bücher gelesen habe. In diesem Sinne möge der geneigte Leser folgende Einschätzung nicht für eine satirische Überzeichnung halten, sondern als ernsthafte Qualitätsangabe begreifen: „Die Abenteuer von Stefón Rudel“ ist das schlechteste Buch, was ich je gelesen habe, und ich bezweifle ernsthaft, dass ich in meinem Leben noch ein schlechteres zu Gesicht bekommen werde.

Dass es dieses Buch überhaupt im Handel gibt, verdankt man der Existenz von Dienstleistern, die für wenig (oder in diesem Fall gar kein) Geld für Layout, Druck und Vertrieb sorgen, ganz unabhängig von der Güte des Geschreibsels. Ich hoffe, dass meine Bücher als Beweis gelten können, dass dabei nicht immer nur Grütze herauskommt, aber „Die Abenteuer von Stefón Rudel“ tut alles, um die schlimmsten Befürchtungen gegenüber Selbstverlegern zu bestätigen.

Das fängt schon bei der Optik an. Die Schrift ist riesengroß, was jedem Käufer ziemlich sauer aufstoßen müsste, der über 22 Euro für ein 450-Seiten-Buch hingeblättert hat, obwohl 230 Seiten im Prinzip ausgereicht hätten. Das Irre: Die große Schrift ist noch ein Vorteil, denn Autor Stefan Knapp weiß offenbar nicht, was Kapitel oder auch nur Absätze sind. Das gesamte Buch ist ein durchgehender Text, nur ein paar Mal unterbrochen vom Wahlspruch des Protagonisten und einer Aufstellung des Ehrenkodex der Fremdenlegion. Ab Seite 93 hat der Autor immerhin entdeckt, dass man Texte auch im Blocksatz formatieren kann, was den Eindruck aber nicht retten kann. Dass die Seitenzahlen immer rechts unten stehen (auch wenn es sich um eine linke Seite handelt), fällt da gar nicht mehr ins Gewicht.

( erster Teil der Seite 1 )

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1) Nun kann ich den Wunsch nach Bücherverbrennungen, zumindest in Ausnahmefällen, ernsthaft ins Auge fassen.

2) Vielleicht doch mal selber ein Buch angehen – so schlimm wirds dann ja wohl nicht.

Das wirklich Schlimme ist nur das ich schon versucht war mir das Buch zu holen.

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Über xorron

mittlerweile master und spieler zuhause und in Geisenfeld
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