nimmt das kein Ende? …..oder: warum es besser ist schnell abzureisen

Besuch ist ja bekanntlich wie Fisch und stinkt nach drei Tagen – wir hätten diese Weisheit für uns Ernst nehmen sollen und möglichst gleich abreisen sollen. Schliesslich sind wir ja schon über drei Tage da. Aber „Nein“ erst noch ne Nacht im komfortablen Bett schlafen und dann auch noch den Kranken helfen wollen – das kann ja nicht gut gehen. Wer ist dieser Ral eigentlich, dass er glaubt mit seinem Ballgehample und seiner Stimmenverstellerei die geistig grenzdebilen Turmbewohner wieder hinbiegen zu können. Der hat wohl nen Vogel (oder genau genommen nur noch 8 von 10 Vögeln). Na aber hört euch seinen Bericht an…….

Ich Ral Sohn des Feyach konnte nicht zusehen wie der fremde magische Bann auf dem armen Ritters Theo und der liebreizenden Izabell haftete. Nicht mal der arrogante speichelleckende Suq hat so ein Schicksal verdient. Nachdem aber hier noch immer keiner von meinen magischen Fähigkeiten weiß, musste ich natürlich einen fadenscheinigen Grund erfinden um die Patienten sehen zu dürfen. Die drei Kranken waren über Nacht in ihre Zimmer eingesperrt gewesen und Sandor führte mich zu Ihnen. Zuerst zu Theo, der in seinem Stuhl saß. Sandor sagte mir, man hätte ihn in den Stuhl gesetzt, weil er so steif war, dass er im Bett liegende die Sitzposition nicht geändert hätte und das sah so widernatürlich und ungesund aus, dass er zurück in den Stuhl gesetzt wurde.
Ich versuchte also mein Glück beim Bannen des Einflusses und hatte auch das Gefühl, dass es geklappt hätte, aber nichts tat sich. Lag es daran das er schlief? – dachte ich mir, aber meinen Kentnissen zu Folge macht das keinen Unterschied. Er ließ sich aber auch nicht wecken. Komisch. Eine nähere Untersuchung von Puls und Atmung ergaben, dass hier wohl gar nichts mehr helfen wird, weil eine klaffende Wunde im Rücken meist mit hohem Blutverlust und Tod endet. Noch dazu bei einem sauberen Stich von schräg unten unter den Rippen vorbei direkt ins Herz. Sandor war sehr erschrocken und bestürzt und stürmte sofort in die anderen Zimmer. Izabell lag mit einem zweiten Lächeln in den Hals geschnitzt auf dem Bett – ebfalls sehr sehr tot – und Suq war in seinem Zimmer – lebend. Er war nicht mehr und nicht weniger geistig verwirrt wie bereits vorher und faselte etwas von Schatten und Dolch und noch mehr unverständliches Zeugs. Als ich versuchen wollte ihn zu behandeln wich er angstvoll schreiend zurück. Ich schickte Sandor nach Wein um ihn einzuschläfern – das sollte sich aber als etwas umständlich erweisen. Nachträglich erfuhr ich, dass die Suche nach dem Wein von mehreren Leuten nicht umzusetzen war. Erst meine treue Xentara war dazu in der Lage. Ich bin schon sehr oft recht froh, dass sie so vielen Menschen geistig so überlegen ist. Gepaart mit der Gabe nicht mitreden zu können ist das wahrhaftiges Glück.
Bei der Suche nach dem Wein fand aber Frederico (der zwischenzeitlich die Weinholaufgabe von Sandor übernommen hatte) eine unterirdische Kapelle die einem Wasser- oder Flussgott geweiht war. Gut angelegt – gut erhalten und so fesselnd, dass er darüber den Wein ganz vergessen hatte.
Zwischenzeitlich fanden aber Erach und Aldare eine Geheimtür und ein Netz von Geheimgängen zu allen Zimmern. Dieses Netz besaß sogar einen Fluchttunnel ins Freie und wer das System kannte, konnte nach Wahl ungesehen kommen und gehen – wie wunderbar.
Irgendwann war dann Wein da, da Suq sich aber nicht zum trinken animieren ließ versetzte der mittlerweile auch anwesenden Efferd-Geweihte Basilio erst Suq mittels Magie/göttlichem Wunder und dann auch gleich noch den vollkommen verstörten Sandor in den Schlaf. Der Versuch den Einfluss bei Suq zu heilen scheiterte. Es war aber eher das Gefühl eines Griffes ins Leere – er scheint mir tatsächlich verrückt geworden zu sein. Tom: naja hab ich so nicht gesagt – ich sagte nur du merkst keinen Einfluss bei ihm – aber das kannst du auch so interpretieren )

Die restlichen Ermittlungen verstecken sich für mich hinter undurchdringlichen Wolkenschwaden – ich kann mir nur vorstellen, dass der schwere Rotwein aus dem Keller auf nüchternen Magen und die Anstrengung der Zauberei bei mir genau das ausgelöst hat, was er bei Suq hätte bewirken sollen. Ich denke ich liege wohl auf dem Bettvorleger und ratze.

Nein – ich vergaß – ich bin ja noch runter und habe den Veteranen direkt auf den Kopf zu gefragt ob er was damit zu tun hat. Seine sehr deutliche Reaktion „Sag das noch mal und ich töte dich!“ schien mir aufrichtig und ehrlich. Ich musste aufpassen mir nicht das Beinkleid zu wässern. Dieser Schock zusammen mit den beiden o. g. Punkten lies mich dann in eine Art Trance an der fürstlichen Tafel verfallen. Hoffentlich vergessen die mich hier nicht, wenn sie doch schon gehen. Was mich aber interessieren würde. Was habt ihr denn noch rausbekommen?

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2 Antworten zu nimmt das kein Ende? …..oder: warum es besser ist schnell abzureisen

  1. xorron schreibt:

    habe Jischka durch Sandor ersetzt
    einen Kommentar noch dazu – und einige Rechtschreibfehler berichtigt 🙂
    sonst sehr schön – wie immer einmal einen kostenlosen Sagen und Legendenpunkt

  2. Egfried schreibt:

    Noch ein paar Ergänzungen von mir:
    *Jischka und einige Helfer haben den Magier-Turm ‚ausgeräumt‘ und die Bücher in Barlas Schmiede (bei Forgrimm) abgeladen
    * Aldare hatte noch ein längeres Gespräch mit Basilio über die Keller-Kapelle
    * Frederico fand beim Durchsuchen der Zimmer in Theo’s noch eine Schatulle mit einem Schriftstück und Dukaten, von dem er aber keinem von Theo’s Kindern etwas erzählt hat
    * Ral’s Literatur-Recherche und die Berichte des Veteranen legen die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Schatten (falls es Ihn wirklich gibt) um einen Dämon handelt
    * Aldare hatte beim ersten Betreten des Geheimgangs den Eindruck das Sie dem Schatten begegnet ist (Luftzug und die Fackel verdunkelt sich kurz).
    * Derzeit beerdigt Basilio alle gefundenen Leiche(-Teile) im Fluss (das kann noch länger dauern)

    Status:
    Jischka, der Verteran, Olaf und Barla nehmen mit Basilio an der Bestattung teil. Wir haben den Veteran gebeten besonders auf Jischka Acht zu geben.
    Sandor und Suq schlafen in Suq’s Zimmer, bewacht von uns.

    Vermutungen:
    Beim letzten Ritual im Magierturm dieser SchattenAssasine beschworen wurde. Es könnte sich um einen Dämon handeln.
    Suq stand lange unter dem Einfluß von Kladdis, was erklären würde, warum er die erste Nacht bzw. den ersten Überfalls des Schattens überlebt hat.
    Jischka und Sandor wären damit wohl die nächsten Ziele, wenn dieser Dämon den unabhängigen Teil der Familie Eberstamm auslöschen soll. Das würde auch erklären, warum Aldare im Geheimgang nicht angegriffen wurde (falls ihre Sinne Sie nicht getäuscht haben).

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