Die eiskalte Druidin – aus Sicht derselbigen

Mein Bruder Awen hatte mal wieder einen seiner berühmten Auftritte in einem Gasthaus, zu dem ich ihn begleitet habe. Allerdings kann ich die ganzen hysterischen Frauen, die ständig um ihn rum hüpfen, echt nicht verstehen. Wenn die wüssten, wie er als Teenager aussah, picklig und etwas pummelig…. ;o)

 Als ich gelangweilt in der Ecke stand, sah ich eine Schneeeule am Fenster sitzen. Eine Schneeeule in Tiefwasser??? Seltsam… Also ging ich nach draußen, um mir das schöne Tier genauer anzuschauen. Als ich die Tür öffnete kam mir schon ein ziemlich kalter Wind entgegen.

Plötzlich hörte ich eine Stimme: „Bist Du eine von denen, die die Götter befreien?“. Ich sah mich um und entdeckte ein 3m großes Eiselementar, welches auf mich zukam. Als ich dies bejahte, richtete mir dieses Eiselementar eine Botschaft von Auril, der Frostkönigin (Göttin des Winters) aus: „Eine, die weiß, wo ein Schlüssel ist, ist Evelyn Sangesglück.“ Bevor das Elementar verschwand, teilte es mir noch mit, dass ich einen 7-Tag habe und dass es wieder kommen würde.

 Ich ging wieder in das Gasthaus und wunderte mich, warum mir plötzlich alle aus dem Weg gingen. Aber was solls, auf einmal hatte ich Platz und musste mich nicht mehr überall durchschieben.

 Varantir erzählte ich kurz von der Begegnung. Wir teilten die Ansicht, dass wir das so schnell wie möglich den Anderen erzählen sollten.

 Nach längerem Hin und Her (Ausnüchtern des Zwerges, Erzählen der Geschichte zum 100sten Mal, einigen zerbrochenen Metkrügen und vielen Eiswürfeln) trafen wir uns am nächsten Morgen mit dieser Evelyn Sangesglück. Anscheinend ist dieser Garth ein riesen Fan von ihr. Er konnte weder die Augen von ihr lassen, noch mit dem Sabbern aufhören. Männer…

 Seit letzter Nacht hat sich mein Aussehen etwas geändert (weiße Strähne im Haar, hellblaue Augen und eine hellere Haut). Wobei ich es gar nicht so schlecht finde. Allerdings stört mich der dunkle Fleck auf meiner linken Dekolleteeseite etwas. Er hat die Form einer Schneeflocke und wird immer dunkler.

 Irgendwie geht mir immer noch jeder aus dem Weg bzw. will nicht in meiner Nähe sitzen. Keine Ahnung, was die anderen haben. Die jammern immer nur rum, dass es so kalt ist und sie ständig frieren. Was sind das für Weicheier. Ich dachte, ich bin mit Abenteurern unterwegs und nicht mit kleinen Mädchen… Ich kann es langsam nicht mehr hören.

 Diese Evelyn erzählte uns relativ schnell von dem Schlüssel. Dieser sei unter der Stadt, aber nicht in Unterstadt. Hier soll ein Tempel der Loviathar existieren. In diesem gibt es einen Gegenstand, der der Schlüssel sein könnte. Es gäbe nur ein kleines Problem. Am Eingang des Tempels sind 2 Wachen und eine Höllenkatze. Letztere riecht, ob jmd böse ist oder nicht. Es dürfen nur böse Personen in den Tempel rein. Was Sinn macht, denn Loviathar ist die Göttin des Schmerzes bzw. der Dunkelheit.

 Anscheinend beherrscht Evelyn einen Zauber, mit dem man die Gesinnung ändern kann. Ich habe hier nicht weiter zugehört, weil sie und mein Bruder mal wieder in eine längere Diskussion darüber verfallen sind. Wie langweilig…

 Varantir und ich testeten in einer Ecke des Separees, ob ich mich noch in ein Tier verwandeln kann. Statt eines normalen Daches, wurde es allerdings ein schneeweißes Exemplar mit hellblauen Augen. Als ich mich wieder zurück verwandelt habe, waren meine Haare komplett weiß und der Fleck noch dunkler.

 Nachdem sich keiner freiwillig meldete, hat Evelyn Awen und mich zum Tempeleingang gebracht. Vorher wies ich Groub noch auf den Freundschaftsring von mir hin, mit dem ich ihn jederzeit zu mir her teleportieren kann.

 Die Wachen und die Höllenkatze am Eingang ließen uns ohne Weiteres eintreten. Also hat Evelyns Zauber wohl funktioniert. Komisch ich fühl mich gar nicht anders… Wobei… So ein bisschen stärker und selbstbewusster fühle ich mich schon. Fühlt sich gut an.

 Im Tempel zeigte Evelyn uns die Hohepriesterin Halva. Neben ihrem Thron schwebt ein ziemlich hässlicher und großer Beholder namens Siksa. Evelyn machte uns auf das handgroße Amulett aufmerksam, welches dummerweise direkt über dem Thron angebracht war. Ich versuche mir alle Einzelheiten, so gut es aus der Entfernung ging, einzuprägen. Anscheinend ist dieses Amulett (Rubin und Gold auf der einen Seite und Safir und Platin auf der anderen Seite) der Schlüssel.

 Awen wurde von der Hohepriesterin hergewunken und unterhielt sich länger mit ihr. Er kann es aber auch nicht lassen. Als er kalt lächelnd wieder kam, hatte ich schon ein seltsames Gefühl.

 Nachdem wir erstmal nichts weiter unternehmen konnten, verließen wir den Tempel auf dem selben Weg wieder.

Mal sehen, was die Anderen inzwischen so gemacht haben. Außer Met oder Zwergenschnaps trinken passiert da ja eh nicht soviel…

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2 Antworten zu Die eiskalte Druidin – aus Sicht derselbigen

  1. Egfried schreibt:

    Da kommt ja schon ein wenig von der neuen Gesinnung durch.
    Ich passe dass dann ‚mal in der CharInfo mit den neuen Gesinnungen für Melnyth und Awen an 😉
    Bin ja ‚mal gespannt, was genau uns Awen und Melnyth von Ihrem ‚Ausflug‘ berichten.

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