Die Rückkehr der Magie Teil 4

Die unruhige Nacht ging zum Glück ohne weitere Zwischenfälle vorbei.

Am Morgen begannen unsere Helden wieder einmal ihr leckes Mahl (Löffel ;-)) einzunehmen, und stärkten sich somit für den Tag an dem sie ihren ersten Drachen treffen würden.  Da mir aber nicht wohl war bei dem Gedanken mit dem Wagen dort anzukommen, welcher immer noch unter der Magie des Angreifers stand, entschloss ich mich diesen durch Magie bannen zu vertreiben. Nachdem der zweite Versuch geglückt war löste sich aber leider nicht nur die Magie auf, sondern unser Wagen zerbrach ebenfalls in 1000 Stücke.

Nachdem wir also ein paar der Vorräte und Gegenstände geborgen hatten, begannen Groub, Varantir und Awen sich Gedanken zu machen, wie wir uns auf den Drachen vorbereiten sollten. Wir versuchten uns alle Möglichkeiten offen zu halten, falls es doch zu einem Kampf kommen sollte. Während wir diskutierten bemerkte Groub das uns wohl etwas beobachtete,  aber wir konnten niemanden entdecken. Und so versuchte unser Zwerg ganz leise und unauffällig sich in der Nähe zu verstecken. (Ich dachte immer Zwerge verstecken sich nicht ? :-P). Kurz nachdem Varantir angefangen hatte  seine Magie wieder zu regenerieren, ist meine Schwester an mich herangetreten und wollte mir einen Kommunikationsring geben, da sie zurück in die Stadt musste. Ich war zwar ein wenig verwirrt, aber dachte mir nichts weiter. Denn anscheinend gibt es einen nahegelegenen Druidenorden, welcher wohl jemanden in der Stadt kennt, der noch weitere Informationen für uns hätte die uns nützlich sein könnten. Gerade als ich den Ring von Melnyth bekommen hatte stürmte Groub wie ein Berserker auf uns zu. Und während er tollpatschig über eine Wurzel stolperte, verfehlte er sich selber und uns beide nur ganz knapp mit seiner Axt (Ja deine eins musste ich einfach noch etwas ausschmücken ;-))!

Nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte stammelte unser Freund, dass meine Schwester nicht echt sei und drohte ihr mit erhobener Axt. Ich war erst ein wenig verwirrt aber nachdem mir dann auch aufgefallen war das auch Elesedil nicht zu sehen war wusste ich was Groub meinte.  Ich begann meiner Schwester ein wenig auf den Zahn zu fühlen und versuchte herauszufinden, ob sie nicht vielleicht doch jemand anderes sei. Nach kurzer Zeit kam auch Norin zu uns und er berichtete, dass  er Spuren von Elesedil gefunden hätte. Diese zeigten ihm, dass er das Lager verlassen hatte. Er wollte ihnen folgen und wieder zur Gruppe aufschließen sobald er wüsste wohin er gegangen sei. Nachdem ich noch einige Prüfungen an meiner Schwester vollzogen hatte, waren meinerseits alle Zweifel behoben, und nachdem sie sich verwandelt hatte flog sie auch schon in Richtung Stadt los, und ich legte den Ring an um mit ihr in Kontakt bleiben zu können.

Somit waren es nur noch drei wackere Helden, welche sich dem gefährlichen Drachen stellen wollten. 🙂

Unsere weitere Reise führte uns immer weiter ins Gebirge und es wurde deutlich kälter. Zum Glück hatte ich meine Winterkleidung in der Kiste verstaut, aber Varantir und Groub waren leider nicht so gut für dieses kalte Wetter vorbereitet. Und auch wenn man es unserem Zwergenfreund nicht angesehen hat, war ich mir dennoch sicher, dass  auch er ziemlich frieren musste unter seiner Rüstung. 😉

Nachdem wir eine gute Weile unterwegs waren erreichten wir dann doch endlich die Drachenhöhle. Ich entdeckte Spuren einer ganzen Gruppe welche wohl nicht allzu lange vor uns hier war. Anscheinend führten diese Spuren  auch in die Drachenhöhle. Aber die Gruppe ist  wohl nicht mehr herausgekommen. Wir bereiteten uns also vor, auch einzutreten. Doch kurz bevor wir aufbrechen wollten  spürten wir das der Boden unter unseren Füßen bebte. Kurze Zeit darauf erschien auch schon ein riesiger blauer Drache, welcher geradlinig auf uns zu stapfte.  Nachdem ich den etwa 9 Meter großen Drachen auf mich zukommen sah, dachte ich im ersten Moment daran zu fliehen. Aber nachdem ich feststellte, dass  meine beiden Kammeraden nicht von meiner Seite wichen, verflog dieser Gedanke auch schon wieder sehr schnell. 🙂

Ohne eine aggressive Haltung zu zeigen warteten wir ab und als der Drache vor uns stand stellte er sich mit einer sehr bezaubernden, weiblichen Stimme vor.  Sein Name sei Lycranara und wir stellten uns dann ebenfalls erst einmal vor, und erzählten ihr, dass wir aus Tiefwasser geschickt worden seien um seine Absichten gegenüber der Stadt herauszufinden. Sie zeigte sich sehr kooperativ und nachdem wir eine Weile miteinander gesprochen hatten, bot sie uns auch an, die Region zu verlassen, sollte Tiefwasser das so wünschen. Groubs Nackenhaare stellten sich nach einer Weile wieder auf und er spürte, dass wir wohl wieder beobachtet wurden. Da wir aber diesmal auch niemanden entdecken konnten und die Position für einen Hinterhalt sehr geeignet war, durften wir uns mit der Erlaubnis von Lycranara in den Eingangsbereich der Höhle zurückziehen. Dort führten wir noch ein paar sehr interessante Wortgefechte mit dem Drachen und es stellte sich heraus, dass   wohl viele Lügen und Fehlinformationen in der Stadt kursierten. Maaril schien  wohl auch hier der Drahtzieher zu sein, um an seine begehrten Drachenutensilien heranzukommen. Das Vertrauen zwischen Lycranara und uns schien zu wachsen und nachdem wir uns sicher waren, dass sie kein Drache war der uns oder der Stadt schaden wollte, zeigten wir ihr das Draconomicon. Wir wollten nicht, dass es vielleicht doch noch Maaril in die Hände fällt und dachten es wäre wohl das Beste wenn wir es hier lassen würden. Als Ausgleich zeigte uns Lycranara ein paar Gegenstände aus ihrem Hort, welche wir unter anderem für das Buch tauschen konnten oder geliehen bekamen. Darunter waren Kristalle welche den Schaden gegen böse Externare erhöhen, eine neue Rüstung für Norin (Awen verzichtete dafür auf einen Stirnreif der Magier. :-P) , und zu guter Letzt ein Sack voller Goldstücke, welche wir als weiteren Vertrauensbeweis, für den Drachen in der Stadt in Edelsteine eintauschen sollen. Am liebsten sind ihr blaue Diamanten, Feueropale, Sternrubine und hellgrüne Smaragde.

Desweiteren konnte sie uns auch mit dem Problem der Gahr weiter helfen und sie schenkte uns 20 Fäden reines Adamantium, welche in der Rüstung eingearbeitet als Schutz dient um von den Gahr nicht mehr betroffen werden zu können. Groub hatte natürlich seinen Ambos im Gepäck und machte sich auch sogleich daran unsere Rüstungen damit zu verbessern. Inzwischen erzählte ich dem Drachen ein paar Geschichten und wir bemerkten, dass wir nicht alleine waren. Eine etwas jüngere Drachenstimme war nach einer Weile aus dem hinteren Bereich der Höhle zu hören, und anscheinend wünschte sich diese noch ein paar andere Geschichten, welche aber mehr von Abenteuern erzählen sollten. Ich erfüllte den Wunsch und sprach ein wenig lauter, damit meine Geschichten auch im hinteren Bereich der Höhle besser gehört werden konnten. Lycranara und auch ihr Junges waren wohl zufrieden als ich fertig war, und auch Groub konnte uns dann voller Stolz seine Meisterhafte Arbeit zeigen.

Lycranara wollte uns noch ein wenig mehr helfen und erklärte uns, warum wir nicht in der Lage waren das Draconomicon lesen zu können. Man muss selber ein Drache sein, oder etwas von einem Drachen an sich  haben damit es möglich ist das Buch lesen zu können. Sie bot uns also an ein Teil von uns mit Dragon Grafts zu verbessern, um einerseits stärker zu  werden und andererseits auch das Draconomicon lesen könnten. Groubs Augen wurden Blau und sein Torso und seine Beine sind nun von blauen Schuppen bedeckt, welche ihn gegen Angriffe besser schützen. Ich habe mir das Herz eines Drachen einsetzen lassen, welches mir hilft meine diplomatischen Fähigkeiten zu verbessern. Varantir wollte keine Umwandlung riskieren, da er durch eine zu offensichtliche Veränderung seines Körpers seinen Adelstitel nicht riskieren wollte. Wir mussten nach dem Eingriff aber noch einen Tag ausruhen. Aber nachdem wir uns wieder erholt hatten ging es uns schon wieder deutlich besser. Wobei ich mich schleierhaft an einen kleinen blauen Drachen erinnern kann, welcher mir wohl das Gesicht abgeschleckt hat als ich so im Wachkoma war.

Nachdem alles gesagt und getan war beschlossen wir wieder Richtung Stadt aufzubrechen. Aber anscheinend waren wir wohl zu lange im Hort des Drachen und unsere Verfolger waren wohl langsam unruhig geworden. Eine Gruppe humanoider näherte  sich nämlich gerade jetzt dem Eingang der Höhle…

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2 Antworten zu Die Rückkehr der Magie Teil 4

  1. xorron schreibt:

    nice – ihr könnt das doch – finde es auch sehr schön das jeder aus der Charsicht schreibt

  2. groub schreibt:

    Also um zwei Sachen klar zu stellen:

    1. Ich habe mich NICHT versteckt. Ich habe eine Beobachtungsposition eingenommen!

    2. Warum sollte ich unter meiner Rüstung frieren? Das sind so viele Schichten, da hilft nicht mal ein Klimawandel oder eine Achsverschiebung der Welt, dass sich die Temperaturen dort ändern.

    Aber insgesamt gut geschrieben – ich bin angenehm überrascht – gratuliere.

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